Das Theater mit der Demenz

Frau Bauer, eine hochbetagte Frau, betritt die Bühne und setzt sich – verwundert über das anwesende Publikum – langsam auf einen Sessel. Sie beginnt in ihrer Handtasche zu kramen, Teile ihrer Biografie kommen zum Vorschein: Ein alter Wecker – ein Erinnerungsstück an ihre Eltern, die Geldbörse, Taschentücher genauso wie Marmelade- und Butterpäckchen vom Frühstückstisch. Nach der kurzen theatralen Einleitung beginnt Michaela Schwind mit ihrem Fachvortrag und gibt Einblick in die „Welt von Menschen mit Demenz“ und in die Methode der Validation. Anschließend werden die BesucherInnen eingeladen, eigene Erlebnisse und Erfahrungen rund um das Thema Demenz zu erzählen. Das SOG – Playbacktheaterensemble spielt die Geschichten aus dem Publikum. Für pflegende Angehörige bietet die Veranstaltungen die Möglichkeit über ihre Situation zu sprechen, ihre Erfahrungen zu teilen und Gehör zu finden. Sie erhalten Zugang zu Informationen und Unterstützungsangeboten und die Möglichkeit sich lokal zu vernetzen.

Szenischer Vortrag: Michaela Schwind
Es spielt das Playbackensemble

Wir sind gleich bei Ihnen – Theater und Gewaltprävention

_MG_3681In Seniorenwohnhäusern und Pflegeeinrichtungen werden Bewohner_innen mit hoher menschlicher und fachlicher Kompetenz gepflegt und betreut. Trotzdem kommt es vor, dass ältere Menschen durch Handlungen oder Unterlassungen seelische Kränkungen und Verletzungen erleben: durch bestimmte Personen, durch strukturelle Rahmenbedingungen oder auch durch die Gesellschaft, die sie benachteiligt. Der Vortrag zum Einstieg des Forumtheaters „Wir sind gleich bei Ihnen“ bricht das Schweigen rund um das Thema „Gewalt in Pflegebeziehungen“ und eröffnet die Möglichkeit jenseits von Schuldzuweisungen über das Tabuthema Gewalt zu sprechen und Handlungsoptionen gemeinsam zu reflektieren.

Das Theaterstück ermöglicht eine emphatische Einfühlung in die Situation von Betroffenen. Das interaktive Element von Forumtheater holt das Publikum durch die Möglichkeit des „Einstieges“ in das Stück umgehend aus der Betroffenheit ins Handeln. Die Einstiege gestalten sich dabei je nach Profession, innerer Haltung und Hierarcheebene unterschiedlich und offenbaren den Handlungsspielraum jedes/jeder einzelnen. „Wir sind gleich bei Ihnen“ wurde auf Grundlage der Broschüre „Gewalt erkennen. Ältere Menschen in Institutionen“ (Sozialministerium, 2013) entwickelt und von Dr. Josef Hörl wissenschaftlich begleitet.

Ensemble: Franz Schiefer, Ingrid Hammer – Tscheppisch, Julia Leichtfried, Susanne Kadletz
Spielleitung: Brigitte Tauchner – Hafenscher
Fachvortrag: Dr. Josef Hörl bzw. Dr. Margit Scholta

Gefördert von BMASK – Bundesministerium für Soziales und der Sozialabteilung des Landes NÖ

Mit 17 hat man noch Träume

Alt und Jung - KopieDie Veranstaltung verbindet die Erinnerungen von Menschen mit Demenzerkrankungen mit der Gegenwart. Die Besucher-Innen sitzen an Tischgruppen und kommen im ersten Teil der Veranstaltung miteinander zu Fragen der Moderation ins Gespräch. Alltagsgegenstände und Fotos von früher helfen, sich zu erinnern und den Tischnachbarn Geschichten zu erzählen. Im zweiten Teil werden diese von mittels Playback Theater ad hoc interpretiert und nachgespielt. Wenn das Spiel den richtigen Ton trifft, fühlt sich die Erzählerin in ihrer Welt wahrgenommen und die Darstellung auf der Bühne wird zu einer persönlichen Reise in die Vergangenheit und zu einer qualitativen Form der Lebensrückschau.

Zeitreise – Ein Generationendialog

IMG_2628Geschichte passiert nicht in den Geschichtsbüchern, sondern wir leben mitten darin. Vieles wird an einem Ort über Generationen bewahrt und weitergegeben. Manches verändert sich langsam, vieles verschwindet fast unmerklich aus unserem Alltag, Neues entsteht. Wir bemerken die großen Unterschiede erst, wenn wir uns Zeit nehmen, darauf zu achten. Diese Zeitreise über drei Generationen lädt dazu ein.

 

Frauen.Arbeit

A_P019_PB_BuchIm Rahmen des Erinnerungs- und Generationentheaterprojekts Frauen.Arbeit wurden Frauenarbeitsgeschichten aus dem Industrieviertel zusammengetragen, Erinnerungen an/und Utopien ins Zentrum gerückt und über die Generationengrenzen hinweg kommuniziert. Das Projekt fördert durch die aktive Einbindung von Frauen aus unterschiedlichen Generationen, Schichten, Ortsteilen und Bildungshintergründen die Kommunikation zwischen unterschiedlichsten Frauen. Basierend auf dem gemeinsamen Erinnern und Teilhaben an den Erinnerungen anderer macht das Projekt  Zusammenhänge zwischen Privatem und Politischem, zwischen der persönlichen und der „großen“ Geschichte erkennbar.

DOWNLOAD Broschüre Frauen.Arbeit

Wenn das Ich in der Handtasche steckt – Das Theater mit der Demenz

Frau Bauer, eine hochbetagte Frau, betritt die Bühne und setzt sich – verwundert über das anwesende Publikum – langsam auf einen Sessel. Sie beginnt in ihrer Handtasche zu kramen, Teile ihrer Biografie kommen zum Vorschein: Ein alter Wecker – ein Erinnerungsstück an ihre Eltern, die Geldbörse, Taschentücher genauso wie Marmelade- und Butterpäckchen vom Frühstückstisch. Nach der kurzen theatralen Einleitung beginnt Michaela Schwind mit ihrem Fachvortrag und gibt Einblick in die „Welt von Menschen mit Demenz“ und in die Methode der Validation. Anschließend werden die BesucherInnen eingeladen, eigene Erlebnisse und Erfahrungen rund um das Thema Demenz zu erzählen. Das SOG – Playbacktheaterensemble spielt die Geschichten aus dem Publikum. Für pflegende Angehörige bietet die Veranstaltungen die Möglichkeit über ihre Situation zu sprechen, ihre Erfahrungen zu teilen und Gehör zu finden. Sie erhalten Zugang zu Informationen und Unterstützungsangeboten und die Möglichkeit sich lokal zu vernetzen.

Szenischer Vortrag: Michaela Schwind